Baukasten oder Agentur: Was ist besser für meine Website?

Ob ein Website-Baukasten oder eine Agentur besser ist, hängt vor allem von deiner Zeit und deinen Ansprüchen ab. Ein Baukasten ist günstig und flexibel, wenn du selbst Lust auf Gestaltung und Technik hast. Eine Agentur kostet mehr, spart dir aber viel Arbeit und liefert meist ein professionelleres Ergebnis, das gezielt auf Kundengewinnung ausgerichtet ist.
Zwischen beiden Wegen gibt es noch eine dritte Möglichkeit: den Freelancer. Wir schauen uns alle drei ehrlich an.
Was ist ein Website-Baukasten genau?
Ein Baukasten ist ein Onlinedienst, mit dem du eine Website ohne Programmierkenntnisse zusammenklickst. Bekannte Anbieter sind etwa Wix, Jimdo, Squarespace oder die Baukästen großer Hosting-Firmen. Du wählst eine Vorlage, tauschst Texte und Bilder aus und veröffentlichst die Seite.
Bezahlt wird meist monatlich oder jährlich. Laut aktuellen Marktübersichten liegen die Pakete für eine geschäftliche Nutzung grob zwischen 10 und 40 Euro im Monat. Hosting und Sicherheitsupdates sind dabei inklusive, um die Technik musst du dich kaum kümmern.
Was macht eine Agentur anders?
Eine Webdesign-Agentur übernimmt das Projekt für dich, von der Planung über Design und Texte bis zur technischen Umsetzung. Gute Agenturen fragen zuerst, wen du erreichen willst und was Besucher auf deiner Seite tun sollen, zum Beispiel anrufen, einen Termin buchen oder ein Angebot anfragen.
Daraus entsteht eine Website, die nicht nur gut aussieht, sondern auf deine Ziele ausgerichtet ist. Je nach Agentur sind auch SEO-Grundlagen, Rechtstexte, Hosting und Wartung dabei. Was das in Euro bedeutet, erklären wir in Was kostet eine Website für kleine Unternehmen?.
Der Freelancer liegt zwischen beiden Wegen. Ein selbstständiger Webdesigner baut deine Seite individuell, ist oft günstiger als eine Agentur und meist direkt erreichbar. Dafür deckt eine Person selten alles gleich gut ab: Wer hervorragend gestaltet, schreibt nicht unbedingt gute Texte oder kennt sich mit Suchmaschinen aus. Frag deshalb nach, welche Leistungen er selbst übernimmt, was er an Partner abgibt und wer sich um die Seite kümmert, wenn er krank oder im Urlaub ist.
Baukasten, Freelancer oder Agentur im Vergleich
| Baukasten | Freelancer | Agentur | |
|---|---|---|---|
| Einmalige Kosten | sehr gering | mittel | mittel bis hoch |
| Laufende Kosten | monatliche Gebühr | Hosting und Wartung | Hosting und Wartung, oft als Paket |
| Dein Zeitaufwand | hoch | mittel | gering |
| Design | Vorlage, begrenzt anpassbar | individuell oder Vorlage | meist individuell |
| Technik und Sicherheit | übernimmt der Anbieter | je nach Absprache | meist übernommen |
| Erweiterbarkeit | begrenzt auf Funktionen des Anbieters | gut | gut |
| Ansprechpartner | Support des Anbieters | eine Person | Team, oft mit festem Ansprechpartner |
Wann ist ein Baukasten die richtige Wahl?
Ein Baukasten passt gut, wenn diese Punkte auf dich zutreffen:
- Du startest gerade und das Budget ist sehr knapp.
- Du brauchst erst einmal nur eine einfache Seite mit Leistungen und Kontakt.
- Du hast Spaß an Gestaltung und traust dir das Schreiben eigener Texte zu.
- Du hast die Zeit, dich einzuarbeiten und die Seite regelmäßig zu pflegen.
Ein Beispiel: Eine Yogalehrerin, die gerade ihre ersten Kurse anbietet, kann mit einem Baukasten schnell starten und später immer noch umsteigen.
Unterschätze dabei nicht den Zeitaufwand. Eine Vorlage ist schnell ausgewählt, aber gute Texte, passende Bilder, Rechtstexte und die richtigen Einstellungen für Google kosten viele Stunden. Diese Zeit fehlt dir dann für deine eigentlichen Kunden.
Wann lohnt sich eine Agentur?
Eine Agentur lohnt sich vor allem, wenn deine Website ein echtes Werkzeug zur Kundengewinnung sein soll. Typische Fälle sind:
- Du willst über Google neue Kunden gewinnen und nicht nur eine Online-Visitenkarte.
- Du brauchst Funktionen wie Terminbuchung, Anfrageformulare mit Rückfragen oder mehrere Standorte.
- Dein Betrieb hebt sich durch Qualität ab, und das soll auch die Website zeigen.
- Du hast schlicht keine Zeit, dich selbst darum zu kümmern.
Ein Beispiel: Ein Sanitärbetrieb mit mehreren Mitarbeitern möchte Aufträge für Badsanierungen gewinnen. Hier lohnt sich eine Website mit eigenen Seiten für jede Leistung, echten Projektfotos und einem durchdachten Anfrageweg. Das ist mit einem Baukasten möglich, aber nur mit viel Erfahrung gut umzusetzen.
Worauf solltest du bei beiden Wegen achten?
Egal wofür du dich entscheidest, ein paar Punkte gelten immer:
- Domain auf deinen Namen: Die Domain sollte auf dich oder deinen Betrieb registriert sein, nicht auf den Dienstleister.
- Rechtstexte: Impressum und Datenschutzerklärung brauchst du immer, auch beim Baukasten.
- Smartphone-Ansicht: Prüf die Seite auf dem Handy, bevor sie online geht.
- Ausstieg: Frag vorher, was passiert, wenn du den Anbieter wechseln möchtest.
Bei WordPress, das zwischen beiden Welten liegt, gelten eigene Regeln. Wann es für kleine Betriebe sinnvoll ist, erklären wir in Ist WordPress für kleine Unternehmen noch sinnvoll?.
Wie triffst du die Entscheidung?
Stell dir drei ehrliche Fragen:
- Wie viele Stunden kann ich in den nächsten Wochen wirklich investieren?
- Wie wichtig ist die Website für neue Aufträge?
- Was ist ein neuer Kunde für mich wert?
Wenn du wenig Zeit hast und die Website Kunden bringen soll, spricht vieles für einen Profi. Wenn du gerade erst testest und sparen musst, ist ein Baukasten ein guter Anfang. Wie du dich so oder so gut auf ein Website-Projekt vorbereitest, liest du in Wie bereite ich mich auf ein Website-Projekt vor?.
Kurz zusammengefasst
- Ein Baukasten ist günstig, kostet aber viel eigene Zeit und hat Grenzen bei Design und Funktionen.
- Eine Agentur kostet mehr, liefert dafür eine auf Kundengewinnung ausgerichtete Website und nimmt dir Arbeit ab.
- Freelancer sind eine Zwischenlösung, oft günstiger als Agenturen, aber abhängig von einer Person.
- Die Domain sollte immer auf dich registriert sein, Rechtstexte brauchst du in jedem Fall.
- Entscheidend sind deine verfügbare Zeit und die Rolle der Website für dein Geschäft.
Du schwankst noch? Dann stell deine Wünsche ganz ohne Verpflichtung im Konfigurator zusammen, und wir schauen gemeinsam, welcher Weg zu dir passt: Projekt starten.
Häufige Fragen
Kann ich später von einem Baukasten zu einer anderen Lösung wechseln?
Ja, aber meist nicht auf Knopfdruck. Bei vielen Baukästen lassen sich Design und Technik nicht mitnehmen, Texte und Bilder müssen neu übertragen werden. Deine Domain kannst du in der Regel umziehen, wenn sie auf dich registriert ist.
Ist ein Freelancer eine gute Alternative zur Agentur?
Oft ja, vor allem bei überschaubaren Projekten. Freelancer sind häufig günstiger und flexibel. Dafür hängt alles an einer Person, was bei Krankheit oder Urlaub zu Verzögerungen führen kann.
Sind Websites aus dem Baukasten schlechter bei Google?
Nicht automatisch. Die großen Baukästen bieten die wichtigsten SEO-Einstellungen an. Entscheidend ist, ob du sie nutzt und ob deine Inhalte gut sind. Bei Ladezeit und Detailsteuerung stößt man aber eher an Grenzen.