Wie erstelle ich ein Google-Unternehmensprofil?

Ein Google-Unternehmensprofil erstellst du kostenlos über Google Maps oder die Seite des Google-Unternehmensprofils mit einem Google-Konto. Du gibst Name, Kategorie, Adresse oder Einzugsgebiet und Kontaktdaten an und bestätigst dann, dass dir der Betrieb gehört. Erst danach erscheint dein Profil vollständig bei Google Suche und Maps.
Die Einrichtung dauert meist nur eine Viertelstunde. Die Bestätigung kann je nach Methode etwas länger dauern.
Warum ist das Profil für kleine Betriebe so wichtig?
Wenn jemand „Bäckerei in der Nähe“ oder „Zahnarzt Linden“ sucht, zeigt Google meist eine Karte mit einigen Betrieben, noch vor den normalen Suchergebnissen. Diese Einträge stammen aus Google-Unternehmensprofilen.
Viele Kunden entscheiden direkt dort: Sie sehen Bewertungen, Öffnungszeiten und Fotos und rufen an, ohne je deine Website zu öffnen. Ein fehlendes oder halbleeres Profil heißt deshalb oft, dass Kunden zur Konkurrenz gehen, bevor sie dich überhaupt kennen.
Wie lege ich das Google-Unternehmensprofil Schritt für Schritt an?
So gehst du vor:
- Google-Konto bereithalten: Am besten ein Konto, das zu deinem Betrieb gehört und nicht an eine einzelne Mitarbeiterin gebunden ist.
- Profil starten: Öffne die Seite des Google-Unternehmensprofils oder such in Google Maps nach deinem Betrieb und wähle „Unternehmen hinzufügen“.
- Namen eingeben: Verwende den Namen, unter dem dein Betrieb auch im echten Leben auftritt, etwa auf dem Ladenschild.
- Kategorie wählen: Die Hauptkategorie ist besonders wichtig. Wähle die, die deine Haupttätigkeit am genauesten beschreibt, zum Beispiel „Elektriker“ statt nur „Handwerker“.
- Standort angeben: Hast du ein Ladenlokal oder eine Praxis, gibst du die Adresse an. Kommst du zu deinen Kunden, kannst du ein Einzugsgebiet festlegen und die Adresse ausblenden.
- Kontaktdaten ergänzen: Telefonnummer und Website-Adresse.
- Bestätigung starten: Google fragt nun, wie du bestätigen möchtest, dass dir der Betrieb gehört.
Google beschreibt alle Schritte auch in der Hilfe zum Google-Unternehmensprofil.
Wie funktioniert die Bestätigung des Profils?
Die Bestätigung, oft auch Verifizierung genannt, soll verhindern, dass Fremde Einträge für deinen Betrieb anlegen oder ändern. Welche Methoden dir angeboten werden, entscheidet Google selbst. Möglich sind unter anderem:
- Video: Du filmst zum Beispiel dein Ladenschild, den Eingang und Arbeitsmaterial, das zeigt, dass der Betrieb echt ist.
- Telefon oder SMS: Du bekommst einen Code auf die angegebene Nummer.
- E-Mail: Ein Code geht an eine Adresse, die zum Betrieb passt.
- Postkarte: Google schickt einen Code per Post an deine Adresse.
Die Videobestätigung ist inzwischen häufig. Plane dafür ein, dass Beschriftungen gut erkennbar sind. Ein Handwerker ohne Ladenlokal kann zum Beispiel sein beschriftetes Fahrzeug, Werkzeug und Gewerbeunterlagen zeigen. Nach dem Einreichen prüft Google die Angaben, das kann einige Tage dauern.
Was gehört in ein vollständiges Profil?
Mit der Bestätigung fängt die eigentliche Arbeit an. Ein vollständiges Profil wirkt vertrauenswürdiger und hat bessere Chancen, angezeigt zu werden. Ergänze diese Punkte:
- Öffnungszeiten: Inklusive Feiertagen und Betriebsferien. Falsche Zeiten führen zu verärgerten Kunden vor verschlossener Tür.
- Beschreibung: Ein paar Sätze, was du anbietest und für wen. Schreib natürlich und ohne Aufzählung von Suchbegriffen.
- Leistungen oder Produkte: Liste deine wichtigsten Angebote einzeln auf.
- Fotos: Echte Bilder von außen, innen, vom Team und von Arbeitsergebnissen. Ein Friseursalon zeigt Frisuren, ein Gartenbaubetrieb fertige Gärten.
- Weitere Kategorien: Neben der Hauptkategorie kannst du passende Nebenkategorien wählen.
- Merkmale: Etwa „barrierefreier Eingang“ oder „Termin erforderlich“.
Welche Fehler solltest du vermeiden?
Einige Fehler können dazu führen, dass dein Profil schlechter sichtbar ist oder sogar gesperrt wird:
- Suchbegriffe im Namen: „Malerbetrieb Schulz – Maler Hannover günstig“ verstößt gegen die Richtlinien. Der Name muss dem echten Namen entsprechen.
- Mehrere Profile für einen Standort: Ein Betrieb, eine Adresse, ein Profil.
- Virtuelle Büros oder Briefkastenadressen: Als Standort zählt nur ein Ort, an dem du tatsächlich arbeitest oder Kunden empfängst.
- Abweichende Daten: Name, Adresse und Telefonnummer sollten auf Profil, Website und in Branchenverzeichnissen gleich geschrieben sein.
Falls dein Profil trotzdem einmal gesperrt wird, zeigen wir dir in Was tun, wenn mein Google-Unternehmensprofil gesperrt ist?, wie du vorgehst.
Wie pflegst du das Profil nach der Einrichtung?
Ein Profil, das einmal angelegt und dann vergessen wird, verliert an Wirkung. Plane dir am besten einen festen Termin im Monat ein, an dem du kurz prüfst:
- Stimmen Öffnungszeiten und Kontaktdaten noch?
- Gibt es neue Bewertungen, auf die du antworten solltest?
- Hast du neue Fotos von aktuellen Projekten?
- Haben Kunden Fragen gestellt oder Änderungen vorgeschlagen?
Nutze außerdem die Möglichkeit, Beiträge im Profil zu veröffentlichen, etwa zu einer neuen Leistung, geänderten Öffnungszeiten über die Feiertage oder einem aktuellen Projekt. Das hält dein Profil lebendig und zeigt Interessenten, dass dein Betrieb aktiv ist. Ein Bäcker kann zum Beispiel das Saisongebäck der Woche zeigen, ein Dachdecker ein frisch saniertes Dach aus der Nachbarschaft. Wichtig ist auch, dass Änderungen an deinem Betrieb, etwa ein Umzug oder eine neue Telefonnummer, sofort im Profil landen und nicht erst Wochen später.
Bewertungen sind dabei einer der stärksten Hebel. Wie du mehr davon bekommst, ohne aufdringlich zu wirken, erklären wir in Wie bekomme ich mehr Google-Bewertungen?. Was neben dem Profil noch für die Sichtbarkeit vor Ort zählt, liest du in Was ist Local SEO und wie werde ich vor Ort gefunden?.
Kurz zusammengefasst
- Das Google-Unternehmensprofil ist kostenlos und für lokale Betriebe einer der wichtigsten Einträge überhaupt.
- Du legst es mit einem Google-Konto über die Profilseite oder Google Maps an.
- Die Bestätigung erfolgt je nach Fall per Video, Telefon, SMS, E-Mail oder Postkarte.
- Ein vollständiges Profil mit Fotos, Leistungen und richtigen Öffnungszeiten wirkt vertrauenswürdiger.
- Keine Suchbegriffe im Namen, keine doppelten Profile und keine Briefkastenadressen.
Eine gute Website und ein gepflegtes Profil spielen am besten zusammen. Wenn du beides aus einer Hand möchtest, findest du hier den Einstieg: Projekt starten.
Häufige Fragen
Kostet das Google-Unternehmensprofil etwas?
Nein, das Profil ist kostenlos. Wenn dich jemand anruft und Geld für die Einrichtung oder angeblich bessere Platzierungen bei Google Maps verlangt, ist Vorsicht angebracht. Google selbst ruft dafür nicht unaufgefordert an.
Was ist der Unterschied zwischen Google My Business und dem Unternehmensprofil?
Es ist dasselbe. Google My Business ist der frühere Name, inzwischen heißt der Dienst Google-Unternehmensprofil. Viele suchen aber noch nach dem alten Begriff.
Kann ich mehrere Personen das Profil verwalten lassen?
Ja. Du kannst weitere Personen als Inhaber oder Administratoren hinzufügen, etwa eine Mitarbeiterin oder deine Agentur. Sinnvoll ist, dass du selbst immer Hauptinhaber bleibst.
Was mache ich, wenn es schon einen Eintrag für meinen Betrieb gibt?
Dann legst du keinen neuen an, sondern beanspruchst den bestehenden Eintrag. Google führt dich durch diesen Vorgang, wenn du nach deinem Betrieb suchst. Doppelte Einträge verwirren Kunden und können deiner Sichtbarkeit schaden.